Das Wort "Punk" führt bei vielen Leuten direkt zu einer Abwehrreaktion. Jane und John Doe denken dann direkt an die Jungs vom Bahnhof mit der Dose Sternburg, die mal mehr mal weniger nett nach Geld fragen. Geht es um Punk Rock denken die beiden dann direkt an schmutzigen Crust Punk aus dem Keller eines besetzen Hauses.
Verantwortlich für das Image sind natürlich nicht zuletzt die Sex Pistols und vor allem Sid Vicious, die diesen Style prägten und sehr bekannt machten. Die Band landete 1977 auf Platz 1 der UK-Album-Charts und Sid Vicious starb bereits 1979. Dieser unglaubliche Erfolg einer Band von absoluten Dilettanten sowie der Rockstar-Tod ihres bekanntesten Mitglieds, der nebenbei bemerkt nicht einmal wirklich mitspielte sondern nur als cooler Typ daneben stand, zementierte das Image des Punk Rocks auf Jahrzehnte. Dabei waren die Sex Pistols weder die erste Punk Band (die Ramones begannen Jahre früher) noch die erfolgreichste (Bands wie Green Day oder Blink-182 verkauften viele Millionen Platten). Aber auch heute pflegen noch viele Bands die gute alte Crust-Tradition und halten den Look von 1977 am Leben. Allen voran denke ich da natürlich an The Exploited (deren Logo, ein Totenschädel mit Mohawk, legendär ist) oder die unten abgebildeten Casualties.
Doch natürlich geht es auch ganz anders. Schon Ende der 70er haben viele Bands, besonders in den USA, den Stil ihrer jeweiligen Subkultur mit zum Punk Rock gebracht. Neben dem typischen Look der Straße und teilweise auch von Gangs (siehe Suicidal Tendencies) waren Skateboarding, aber auch BMX'ing und Surfing, massive Einflüsse.









